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arrancar "Mi medio siglo" la fotografia 1 la fotografia 2 la fotografia 3 la fotografia 4 Video la diosa Entrevista Vitae span. Vitae deutsch Vitae englisch Cerámica Canaria Kanar. Keramik Canary Ceramics Aquilino-Puzzle enlace contacto pie de imprenta
Aquilino
Vor ein paar Monaten erschien eine Meldung in der Presse: “Neue Funde auf der Insel La Graciosa bestätigen den Durchzug der Phönizier auf den Kanaren.“ Eine Gruppe von Geologen fand bei Ihrer Feldforschung einen kleinen Stein. Bei seiner Analyse stellte es sich heraus, dass es sich um ein kleines Stück phönizischer Keramik handelte, ein Fund, der  wichtige Daten zur Geschichte  und insbesondere zur Geschichte der prähispanischen Keramik beiträgt.
DIE KANARISCHE KERAMIK
In diesen drei Etappen entwickelte sich die Keramik der Kanarischen Inseln. Die Phönizier waren gute Seefahrer, sie beherrschten die Navigation, waren Kaufleute und schufen kleine strategische Fabrikationsstätten wie z.B. in Südspanien für die Herstellung von „Garum“, eine salzige Paste aus fermentiertem Thunfisch, die sie als Fischsuppe verkauften. So hatten sie ein proteinreiches, haltbares Produkt, das leicht zu transportieren war. Von Afrika aus gelangten die Phönizier zu den Kanaren, wo sie eine kleine Fabrik für gesalzenes und geräuchertes Ziegenfleisch errichteten. Denn bei jüngsten Ausgrabungen fand man Mengen von Asche vegetarischen Ursprungs, Keramikreste und  Ziegenknochen.1 Wahrscheinlich wurden weitere Produkte verwertet. Später erschienen die Punier und als die Römer die Macht über das Mittelmeergebiet übernahmen, wurde die Bewirtschaftung bis ins III. Jh. fortgesetzt. Von da an blieb die Urbevölkerung unserer Inseln praktisch 12 Jahrhunderte lang isoliert und in einer neusteinzeitlichen Kultur verhaftet. Später, im 15. Jh. tauchten Franzosen und Spanier auf, jeweils aus dem Adel und Hochadel. Es entstand eine moderne, fortschrittliche Renaissance-Kultur, die die ursprüngliche Kultur der Inseln ablöste, jedoch nicht die der Keramikherstellung, denn obwohl Töpfer und Keramiker aus Sevilla auf die Inseln kamen, setzte sich das Handwerk nicht durch, weil sie unseren Lehm nicht kannten  und dieser für die Drehscheibe nicht geeignet ist. Der vulkanische, jüngere Ton der Inseln ist im Gegensatz du dem vom Kontinent, der älter ist und andere Eigenschaften besitzt,  für diese Art von Maschinerie ungeeignet. Es war die kanarische Frau, die das Material und die Jahrtausende alte Technik, die sich seit den Phöniziern nicht weiter entwickelt hatte,  kannte und weiterhin Töpferwaren für den täglichen Gebrauch herstellte und sogar die europäischen Formen kopierte. Sie war für die Produktion verantwortlich. Der Mann spielte eine sekundäre Rolle, ihm wurden ergänzende Aufgaben zugeteilt, wie die Besorgung des Materials usw. und er verstand nichts von der eigentlichen Herstellung der Gefäße. Diese Regeln zu durchbrechen, bedeutete  Sanktion durch die Gemeinschaft, die die Männlichkeit des Mannes, der es wagte, diese Sitten in Frage zu stellen, in Zweifel zog,  Um mehr Geld zu verdienen und für unvorhergesehene Notfälle vorzusorgen, arbeiteten sie als Sklavinnen ihres eigenen Handwerks. Sie arbeiteten pausenlos. Die Gefühle, die dieser Umstand in ihnen auslöst drückt sich in den Worten einer Töpferin von Chipude (La Gomera) aus: „Die zwei schmutzigsten Berufe, die eine Frau haben kann, sind die der Töpferin und der Helechera (Frauen, die die Wurzeln des Farns ausgraben, für Feuer, um Gofio zu rösten)“. Die zwei wichtigsten und  entscheidenden Eigenschaften der kanarischen Töpfer sind diese: die Arbeit wird ausschließlich von Frauen ausgeführt und über die mütterliche Linie vererbt und die Stücke werden mit einem „urdido“ genannten Verfahren ohne Töpferscheibe (nur mit den Händen) hergestellt. Im 20. Jh. führte die Einfuhr neuer Materialien wie Glas, Eisen, Porzellan, Kunststoff usw. dazu, dass der Gebrauch dieser Gefäße und deren besonderer Produktionsweise in Vergessenheit geriet. Mit dem Tourismus kommt im 20. Jh. auch ein neuer Wirtschaftszweig auf die Inseln. Die typischen heimischen Produkte finden Gefallen und eine neue Art von Keramik entsteht, wobei von einigen Töpfern die tausendjährige Technik gepflegt wird und andere diese kopieren oder ersetzen. Meine Arbeit wäre nicht vollständig, wenn ich nicht die wichtigsten Keramiker und Keramikerinnen nennen würde: Guadalupe Niebla  – El Cercado (La Gomera) Antonita “la Rubia” – (Gran Canaria) Dorotea – (Lanzarote) Rufina (La Gomera) Julianita – Hoya de Pineda (Gran Canaria) Adela – La Victoria (Tenerifa) Cela- (La Gomera) Vicente Barrera – (La Gomera) Eufracia – (Tenerifa) Und selbstverständlich auch Don Francisco Rodriguez Santana, “Panchito”, der nach 3000 Jahren weiblicher Vorherrschaft auf diesem Gebiet der erste Mann war, dem seine Mutter das Handwerk vermittelte und der  in seinem Casa-Cueva (in den Felsen gebautes Haus) in Atalaya de Santa Brígida in Gran Canaria arbeitete. Dort wird noch heute die älteste bekannte Technik gelehrt. Von seiner Lehrtätigkeit lernen zahlreiche junge und ältere, die ihrerseits ihr Wissen an andere weiter gegeben haben und so weiter und so fort. Wir hoffen, dass unser Erbe nicht in Vergessenheit gerät und dass diese wunderbare Kunst weitere 3000 Jahre oder länger gelehrt wird. Wenn wir unsere Kultur verlieren, was bleibt uns dann noch? KANARISCHE KERAMIK AUSGEFÜHRT VON:                       MARÍA ADILIA AUÑA RODRÍGUEZ BIBLIOGRAPHIE:                         - “LA ALFARERÍA POPULAR EN CANARIAS”. (RAFAEL                                                     GONZÁLEZ ANTÓN). MUSEO ETNOGRÁFICO. AULA                                                     DE CULTURA DE TENERIFE.                                                  - “LA ALFARERÍA POPULAR DE EL CERCADO” (ISLA                                                      DE LA GOMERA) SARO CABRERA.                                                  -  NUEVAS DATACIONES RADIOCARBONICAS PARA                                                     LA PROTOHISTORIA  CANARIA:                                                     YACIMIENTO DE BUENAVISTA (LANZAROTE )                                                     PABLO ATOCHE PENA                                                     MARIA ANGELES RAMIREZ RODRIGUEZ                                                     PATRONATO DE LA CASA DE COLON                                                     LAS PALMAS DE GRAN CANARIA ( 2011 ) No. 57 
Kanar. Keramik